Poniedzia³ek
6 September 2010
  
Namenstag: Beata, Zachariusz, Eugeniusz
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Geschichte der Stadt

Miêdzyrzecz gehört zu den ältesten Städten Polens. Ganz sichere Informationen über sie stammen schon aus der Thietmars Chronik aus dem Jahr 1005. Günstige natürliche Bedingungen beeinflussten die Entstehung der territorialen Gemeinschaft hier, die übrige Siedlungen des Sammelgebietes Obraunterlaufes an ökonomischem, gesellschaftlichem und politischem Niveau. Über die politische und militärische Bedeutung Miêdzyrzecz waren unsere mittelalterlichen Herrscher überzeugt, was bei Gall Anonymus im Jahre 1094 und 1230 beurkundet wurde.
Die Lage an der Kreuzung wichtiger Verkehrswege war ein starker Anstoß zur ökonomischen Entwicklung der Stadt. Durch Miêdzyrzecz fuhren die Wege von Gniezno nach Magdeburg, von Szczecin nach Wroc³aw und weiter nach Kraków.
Miêdzyrzeczer Schloss
- Ansicht vom Vorne
Kein Wunder also, dass noch vor dem Jahr 1248 Miêdzyrzecz das Stadtrecht bekam. Stadtentwicklung begünstigte die besondere Verteidigungslage am Flussgabelung Obra und Paklica.
Vom Süden und Osten war der Burg mit einem Wall gesichert, hinter dem sich ein Graben befand. Sein Wasser umströmte einen ziemlich steilen Hügel, auf dem die richtige Festung stand. Miêdzyrzecz spielte eine sehr wichtige Rolle als Schutzstadt der westlichen Grenze. Gleichzeitig, neben der Burg, entwickelte sich die Stadt, die mit der Zeit zur Tuchmacherstadt wurde, was im Jahr 1520 bestätigt wurde. Schön wiederaufgebaut von dem König Kazimierz der Große wurde Miêdzyrzecz ein reicher Starosteisitz (Miêdzyrzeczer Starost war unter anderem auch Kanzler Jan Zamoyski).
Miêdzyrzeczer mittelalterliche Innenplanung fußte auf dem Weg von Poznañ zum Miêdzyrzeczer Schloss.
In dem Altstadtteil blieb größtenteils bis heute noch charakteristischer für die mittelalterlichen Städte fächerartiger Straßenverlauf erhalten: drei Hauptstraßen laufen strahlenförmig an der zum Schloss führenden Brücke zusammen. Solcher Straßenverlauf wurde auch durch die topographische Bedingungen diktiert, die umarmende Flüsse schließen die Stadt in ein Dreieck. Der Markt befand sich an der Hauptstraße, die in Richtung Poznañ führte. In der Marktmitte stieg das Rathaus mit einem Turm empor. An ihm hafteten die Verkaufsbuden. In der Nähe des Flusses war die Stadtbad. Ein festes Element der Stadtsilhouette war Johann Baptist Pfarrkirche. Die Friedenszeiten am Mittelaltersende begünstigten die Entwicklung der Stadt. Die nach Miêdzyrzecz führende Wege waren sehr häufig benutzt.
Miêdzyrzeczer Schloss
- Ansicht von der Seite

Rathaus in Miêdzyrzecz

Aus den historischen Quellen folgt, dass Miêdzyrzecz die größte Stadt in dem westlichen Rand Großpolens war.
Diese schnelle Entwicklung dauerte bis zum Ende des XVI Jahrhunderts. In den nächsten zwei Jahrhunderten wurde sie gebremst, und sogar Rückbildung. In dem XVII Jh. wurde die Stadt mit vielen Katastrophen, wie Seuche, Feuer und Plünderung betroffen. Nicht besser war es im XVIII Jh. Eine neue Serie der Plünderungen von den Heertruppen begann noch im Jahre 1698. Im 1710 ausbrach in der Stadt eine Seuche, und im Sommer 1731 Feuer.Weitere Niederlagen erlitt Miêdzyrzecz in 1735, 1744, 1758-61. Von dem Vernichtungsumfang beweist die sinkende Bewohnerzahl.

Wenn noch am Ende des XVI Jahrhunderts, in der Blütezeit, Miêdzyrzecz 10 000 Einwohner zählte, so während des Warszawaer Fürstentums (1807-1815) sank die Zahl auf 3 500 Einwohner.
Im Jahr 17 im Rahmen der zweiten Teilung Polens wurde zusammen mit ganzem Großpolen zum Preußen angeschlossen. Der Wienerkongress bestätigte Zugehörigkeit der Stadt zu Preußen. In den preußischen Grenzen blieb die Stadt auch nach dem Jahr 1919, als die Mehrheit der großpolnischen Länder zum wiederauflebenden Polen angeschlossen wurde. Dieser Zeitraum ist trotz seinem grundsätzlichen Einfluss auf heutige Miêdzyrzecz Gestaltung in der polnischen Geschichte schwach beurkundet.
Von 1945 gehört Stadt Miêdzyrzecz und seien Umgebung wieder zu Polen.
Am 30. Januar 1945 befreite die russische Armee die Stadt, die nach der neuen Administrationsaufteilung vom 15. März 1945 ein Teil des Westpommerns und zu einem Kreis wurde. Kraft der Repatriierungsvertrag vom 1944 Jahr wurden zu diesem Landkreis bis zum 31. XII 1948 23 629 Personen aus den Ostgebieten umgesiedelt, die vom Ostnachbar besetzt wurden. Solche ethnische Vielfalt trägt zur Entstehung einer bunter Nations-, Kulturen- und Sittenmischung bei.
Weitere Organisationsveränderungen neuentstandenen polnischen Staates führten zur Gründung im Jahre 1950 Zielonogórskie Woiwodschaft, auf deren Gebiet Miêdzyrzecz bis zur nächsten Reformen im Jahr 1975 blieb. Bis zum Jahr 1957 vollendete man Wiederaufbau des Stadthauptteils und begann die neue Wohnsiedlungen zu errichten. Zum 1000. Jubiläumsfest des Polnischen Staates im Jahr 1966 baute man ein Denkmal. Im Jahr 1975 gründete man eine neue Woiwodschaft Gorzowskie, in der Miêdzyrzecz als Gemeinde blieb.
Letzte Änderungen vom 1999 reaktivierten Kreis Miêdzyrzecz im Rahmen der Lubuskie Woiwodschaft.


Geschichtskalendarium
1005
 
-
erste Erwähnung von Miêdzyrzecz als wichtige Stadt bei dem deutschen Chronisten Thietmar an der Kampfbeschreibung zwischen Boleslaw dem Tapferen und Heinrich dem II.
1094
 
-

Gall Anonym in seiner "Chronik" beschreibt Erstürmung der Stadt von Boleslaw Krzywousty "Weil er mit so großen Kräften die Stadt belagerte und so gewaltsam sie stürmte, zwang er die Besatzung in einigen Tagen zum Kapitulieren"

29.I.1230
   
-
Fundationsurkunde des Zisterzienserklosters "Paradis", wo als Zeugen Burgvogt Teodoryk und sein Sohn Jan erwähnt wurden
1248
-
Miêdzyrzecz Einwohner sind als Bürgertum in der Großpolnischen Chronik des Poznaner Bischofs Boguchwal erwähnt. Wir nehmen dieses Jahr als Datum des Burgrechtverleihs an
1426
-
Treueschwur der Miêdzyrzeczer Bürger dem König Kazimierz Jagielloner
1474 - Stadtvernichtung von den Maciej Korwin Truppen. Wiederaufbau
1474
-
Bestätigung des Lokationsprivilegs von König Kazimierz Jagielloner
1485
-
König Zygmunt der Alte verleiht den Miêdzyrzeczer Handwerker das Privileg für ausschließlichen Verkauf des grauen Gewebes binnen im Stadt
1520
 
-
Schloss- und Stadtaufbau, die von den deutschen Truppen vernichtet wurde. Die Soldaten eilten um den Kreuzrittern zu helfen.
1520
-
1574
-
odbudowa zamku i miasta zniszczonych przez wojska niemieckie pod±¿aj±ce na pomoc Krzy¿akom
1574
-
Aufenthalt in der Stadt des neugewählten Königs Henryk Walezy
1606
-
ein großer Brand vernichtet die Stadt
1655
-
1718
-
Verwüstung ergänzen die schwedischen, sächsischen und russischen Heeresgruppen
1719
-
Bau des neuen Starosteissitzes - gegenwärtig ein Museumsgebäude
1793
-
Miêdzyrzecz unter preußischer Regierung
26.11.1806
-
Keiser Napoleon in Miêdzyrzecz
1807
-
1815
-
Miêdzyrzecz in Grenzen Warszawaer Fürstentums
1824
-
1827
-
gefährliche Brände in der Stadt
1924
-
Zufügen der preußischen Insignien dem Piastenadler auf dem Rathausturm
31.01.1945
-
Befreiung Miêdzyrzecz
15.03.1945
-
Miêdzyrzecz wurde zur Kreisstadt im Rahmen des Westpommerns
07.07.1945
-
Entstehen Poznanskie Woiwodschaft mit Miêdzyrzecz als Kreisstadt
1950
-
1975
-
Zugehörigkeit der Stadt zur Zielonogorskie Woiwodschaft
1966
-
das 1000. Jubiläumsfest des Polnischen Staates. Denkmalbau zu diesem Anlass
1975
-
Stadt und Gemeinde Miêdzyrzecz in der Gorzowskie Woiwodschaft
1989
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Anknüpfen der Zusammenarbeit mit der niederländischen Gemeinde Oudenbosch
1990
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Miêdzyrzecz zum Sitz der Selbstverwaltungsbehörden
1991
-
Unterzeichnung des trilateralen Partnervertrag mit der deutschen Gemeinde Haren (Ems) und niederländischen Gemeinde Vlagtwedde
1993
-
Anfang der Zusammenarbeit mit Wilmersdorf - Stadtteil Berlins
1994
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Renovierung des Rathausturmes - der preußische Adler wurde mit dem polnischen ersetzt
1998
-
750. Jubiläumsfest des Burgrechtverleihs
1999
-
Reaktivierung Miêdzyrzecz als Kreisstadt im Rahmen der Lubuskie Woiwodschaft
 
Verfasst anhand der Monographie "Miêdzyrzecz i okolice" Sammelwerk herausgegeben von Tomasz £uczak und Dorota Matyjaszczyk, Miêdzyrzecz - Gorzów Wlkp

 
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