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Miêdzyrzecz gehört zu den ältesten Städten Polens. Ganz sichere Informationen über sie stammen schon aus der Thietmars Chronik aus dem Jahr 1005. Günstige natürliche Bedingungen beeinflussten die Entstehung der territorialen Gemeinschaft hier, die übrige Siedlungen des Sammelgebietes Obraunterlaufes an ökonomischem, gesellschaftlichem und politischem Niveau. Über die politische und militärische Bedeutung Miêdzyrzecz waren unsere mittelalterlichen Herrscher überzeugt, was bei Gall Anonymus im Jahre 1094 und 1230 beurkundet wurde. Die Lage an der Kreuzung wichtiger Verkehrswege war ein starker Anstoß zur ökonomischen Entwicklung der Stadt. Durch Miêdzyrzecz fuhren die Wege von Gniezno nach Magdeburg, von Szczecin nach Wroc³aw und weiter nach Kraków.
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Miêdzyrzeczer Schloss - Ansicht vom Vorne | |
Kein Wunder also, dass noch vor dem Jahr 1248 Miêdzyrzecz das Stadtrecht bekam. Stadtentwicklung begünstigte die besondere Verteidigungslage am Flussgabelung Obra und Paklica. Vom Süden und Osten war der Burg mit einem Wall gesichert, hinter dem sich ein Graben befand. Sein Wasser umströmte einen ziemlich steilen Hügel, auf dem die richtige Festung stand. Miêdzyrzecz spielte eine sehr wichtige Rolle als Schutzstadt der westlichen Grenze. Gleichzeitig, neben der Burg, entwickelte sich die Stadt, die mit der Zeit zur Tuchmacherstadt wurde, was im Jahr 1520 bestätigt wurde. Schön wiederaufgebaut von dem König Kazimierz der Große wurde Miêdzyrzecz ein reicher Starosteisitz (Miêdzyrzeczer Starost war unter anderem auch Kanzler Jan Zamoyski). |
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Miêdzyrzeczer mittelalterliche Innenplanung fußte auf dem Weg von Poznañ zum Miêdzyrzeczer Schloss. In dem Altstadtteil blieb größtenteils bis heute noch charakteristischer für die mittelalterlichen Städte fächerartiger Straßenverlauf erhalten: drei Hauptstraßen laufen strahlenförmig an der zum Schloss führenden Brücke zusammen. Solcher Straßenverlauf wurde auch durch die topographische Bedingungen diktiert, die umarmende Flüsse schließen die Stadt in ein Dreieck. Der Markt befand sich an der Hauptstraße, die in Richtung Poznañ führte. In der Marktmitte stieg das Rathaus mit einem Turm empor. An ihm hafteten die Verkaufsbuden. In der Nähe des Flusses war die Stadtbad. Ein festes Element der Stadtsilhouette war Johann Baptist Pfarrkirche. Die Friedenszeiten am Mittelaltersende begünstigten die Entwicklung der Stadt. Die nach Miêdzyrzecz führende Wege waren sehr häufig benutzt. |
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Miêdzyrzeczer Schloss - Ansicht von der Seite | |
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| Rathaus in Miêdzyrzecz | |
Aus den historischen Quellen folgt, dass Miêdzyrzecz die größte Stadt in dem westlichen Rand Großpolens war. Diese schnelle Entwicklung dauerte bis zum Ende des XVI Jahrhunderts. In den nächsten zwei Jahrhunderten wurde sie gebremst, und sogar Rückbildung. In dem XVII Jh. wurde die Stadt mit vielen Katastrophen, wie Seuche, Feuer und Plünderung betroffen. Nicht besser war es im XVIII Jh. Eine neue Serie der Plünderungen von den Heertruppen begann noch im Jahre 1698. Im 1710 ausbrach in der Stadt eine Seuche, und im Sommer 1731 Feuer.Weitere Niederlagen erlitt Miêdzyrzecz in 1735, 1744, 1758-61. Von dem Vernichtungsumfang beweist die sinkende Bewohnerzahl. | Wenn noch am Ende des XVI Jahrhunderts, in der Blütezeit, Miêdzyrzecz 10 000 Einwohner zählte, so während des Warszawaer Fürstentums (1807-1815) sank die Zahl auf 3 500 Einwohner. Im Jahr 17 im Rahmen der zweiten Teilung Polens wurde zusammen mit ganzem Großpolen zum Preußen angeschlossen. Der Wienerkongress bestätigte Zugehörigkeit der Stadt zu Preußen. In den preußischen Grenzen blieb die Stadt auch nach dem Jahr 1919, als die Mehrheit der großpolnischen Länder zum wiederauflebenden Polen angeschlossen wurde. Dieser Zeitraum ist trotz seinem grundsätzlichen Einfluss auf heutige Miêdzyrzecz Gestaltung in der polnischen Geschichte schwach beurkundet. Von 1945 gehört Stadt Miêdzyrzecz und seien Umgebung wieder zu Polen. Am 30. Januar 1945 befreite die russische Armee die Stadt, die nach der neuen Administrationsaufteilung vom 15. März 1945 ein Teil des Westpommerns und zu einem Kreis wurde. Kraft der Repatriierungsvertrag vom 1944 Jahr wurden zu diesem Landkreis bis zum 31. XII 1948 23 629 Personen aus den Ostgebieten umgesiedelt, die vom Ostnachbar besetzt wurden. Solche ethnische Vielfalt trägt zur Entstehung einer bunter Nations-, Kulturen- und Sittenmischung bei. Weitere Organisationsveränderungen neuentstandenen polnischen Staates führten zur Gründung im Jahre 1950 Zielonogórskie Woiwodschaft, auf deren Gebiet Miêdzyrzecz bis zur nächsten Reformen im Jahr 1975 blieb. Bis zum Jahr 1957 vollendete man Wiederaufbau des Stadthauptteils und begann die neue Wohnsiedlungen zu errichten. Zum 1000. Jubiläumsfest des Polnischen Staates im Jahr 1966 baute man ein Denkmal. Im Jahr 1975 gründete man eine neue Woiwodschaft Gorzowskie, in der Miêdzyrzecz als Gemeinde blieb. Letzte Änderungen vom 1999 reaktivierten Kreis Miêdzyrzecz im Rahmen der Lubuskie Woiwodschaft.
Geschichtskalendarium
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1005 |
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erste Erwähnung von Miêdzyrzecz als wichtige Stadt bei dem deutschen Chronisten Thietmar an der Kampfbeschreibung zwischen Boleslaw dem Tapferen und Heinrich dem II. |
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1094 |
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Gall Anonym in seiner "Chronik" beschreibt Erstürmung der Stadt von Boleslaw Krzywousty "Weil er mit so großen Kräften die Stadt belagerte und so gewaltsam sie stürmte, zwang er die Besatzung in einigen Tagen zum Kapitulieren" |
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29.I.1230 |
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Fundationsurkunde des Zisterzienserklosters "Paradis", wo als Zeugen Burgvogt Teodoryk und sein Sohn Jan erwähnt wurden |
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1248 |
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Miêdzyrzecz Einwohner sind als Bürgertum in der Großpolnischen Chronik des Poznaner Bischofs Boguchwal erwähnt. Wir nehmen dieses Jahr als Datum des Burgrechtverleihs an |
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1426 |
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Treueschwur der Miêdzyrzeczer Bürger dem König Kazimierz Jagielloner 1474 - Stadtvernichtung von den Maciej Korwin Truppen. Wiederaufbau |
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1474 |
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Bestätigung des Lokationsprivilegs von König Kazimierz Jagielloner |
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1485 |
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König Zygmunt der Alte verleiht den Miêdzyrzeczer Handwerker das Privileg für ausschließlichen Verkauf des grauen Gewebes binnen im Stadt |
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1520 |
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Schloss- und Stadtaufbau, die von den deutschen Truppen vernichtet wurde. Die Soldaten eilten um den Kreuzrittern zu helfen. |
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1520 |
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1574 |
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odbudowa zamku i miasta zniszczonych przez wojska niemieckie pod±¿aj±ce na pomoc Krzy¿akom |
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1574 |
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Aufenthalt in der Stadt des neugewählten Königs Henryk Walezy |
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1606 |
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ein großer Brand vernichtet die Stadt |
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1655 |
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1718 |
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Verwüstung ergänzen die schwedischen, sächsischen und russischen Heeresgruppen |
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1719 |
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Bau des neuen Starosteissitzes - gegenwärtig ein Museumsgebäude |
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1793 |
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Miêdzyrzecz unter preußischer Regierung |
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26.11.1806 |
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Keiser Napoleon in Miêdzyrzecz |
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1807 |
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1815 |
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Miêdzyrzecz in Grenzen Warszawaer Fürstentums |
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1824 |
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1827 |
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gefährliche Brände in der Stadt |
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1924 |
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Zufügen der preußischen Insignien dem Piastenadler auf dem Rathausturm |
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31.01.1945 |
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Befreiung Miêdzyrzecz |
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15.03.1945 |
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Miêdzyrzecz wurde zur Kreisstadt im Rahmen des Westpommerns |
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07.07.1945 |
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Entstehen Poznanskie Woiwodschaft mit Miêdzyrzecz als Kreisstadt |
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1950 |
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1975 |
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Zugehörigkeit der Stadt zur Zielonogorskie Woiwodschaft |
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1966 |
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das 1000. Jubiläumsfest des Polnischen Staates. Denkmalbau zu diesem Anlass |
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1975 |
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Stadt und Gemeinde Miêdzyrzecz in der Gorzowskie Woiwodschaft |
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1989 |
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Anknüpfen der Zusammenarbeit mit der niederländischen Gemeinde Oudenbosch |
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1990 |
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Miêdzyrzecz zum Sitz der Selbstverwaltungsbehörden |
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1991 |
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Unterzeichnung des trilateralen Partnervertrag mit der deutschen Gemeinde Haren (Ems) und niederländischen Gemeinde Vlagtwedde |
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1993 |
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Anfang der Zusammenarbeit mit Wilmersdorf - Stadtteil Berlins |
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1994 |
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Renovierung des Rathausturmes - der preußische Adler wurde mit dem polnischen ersetzt |
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1998 |
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750. Jubiläumsfest des Burgrechtverleihs |
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1999 |
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Reaktivierung Miêdzyrzecz als Kreisstadt im Rahmen der Lubuskie Woiwodschaft |
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Verfasst anhand der Monographie "Miêdzyrzecz i okolice" Sammelwerk herausgegeben von Tomasz £uczak und Dorota Matyjaszczyk, Miêdzyrzecz - Gorzów Wlkp |